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    <title>Nora reist (6 Monate Indien + 2 Monate Südafrika)</title>
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    <description>6 Monate Indien + 2 Monate Südafrika</description>
    <dc:publisher>la lune qui brille</dc:publisher>
    <dc:creator>la lune qui brille</dc:creator>
    <dc:date>2012-07-15T15:28:12Z</dc:date>
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    <title>Nora reist</title>
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  <item rdf:about="http://humiditystrikes.twoday.net/stories/109331911/">
    <title>Gerne würde ich...</title>
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    <description>...hier weiterbloggen, leider bietet twoday.net aber so unheimlich wenig Webspace, dass ich dauernd gezwungen bin, alte Bilder aus den Texten herauszulöschen. Daher habe ich mich entschieden, humidity strikes an anderer Stelle fortzuführen - nämlich hier  &lt;a href=&quot;http://humiditystrikesagain.blogsport.de/&quot;&gt;http://humiditystrikesagain.blogsport.de/&lt;/a&gt;.</description>
    <dc:creator>la lune qui brille</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2012 la lune qui brille</dc:rights>
    <dc:date>2012-07-15T15:19:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://humiditystrikes.twoday.net/stories/16541354/">
    <title>Into the wild</title>
    <link>http://humiditystrikes.twoday.net/stories/16541354/</link>
    <description>Wir fahren in D.s Mietwagen Richtung Limpopo, raus aus der Stadt, die jetzt seit 2 Monaten mein zu Hause ist. Unterwegs ueberrascht uns ein Regenschauer und die Scheiben des Autos beschlagen schneller, als man sie abwischen kann. Mankann kaum mehr die Ruecklichter der anderen Autos sehen, die Massen feuchter Luft, die sich ncihyt von unseren Scheiben trennen koennen, zwingen uns zu einem abenteuerlichen Halt auf dem Seitenstreifen. Es ist bereits dunkel, als wie die Fahrt in Mokopane unterbrechen. Ein kleiner Ort, einige Kilometer von Limpopos Hauptstadt Polokwane entfernt. Besonders aufregend ist es hier nicht, vorstaedtisch, klein. Irgendwie denken wir alle an amerikanische Road Movies, als wir hier absteigen. Am Morgen geht es in Richtung Tzaneen. Wir fahren durch endlose Landschaften satten Gruens, bald schon sind die gelblichen Huegel und Buesche verschwunden und werden von Bananen- und Zitronenplantagen ersetzt. Ein Schild warnt vor Nilpferden, die hin und wieder die Strasse ueberqueren. &lt;br /&gt;
Nur ein Schild weisst auf den Backpacker hin, daneben ein stark abschuessiger Pfad. Beim herunterfahren fragen wir uns, ob das Auto den Weg nach oben schaffen wird oder ob wior fuer immer bleiben muessen, in Tzaneen. Der Weg beschreibt eine Kurve und gibt den Blick frei auf Huetten mitten in der Natur. Ein Pfad fuehrt hinunter zum See, in dem wir uns nicht trauen zu schwimmen, weil es hier nicht nur Malaria gibt, sondern auch diverse Uebel in stehenden Gewaessern. Trotzdem, es ist wunderschoen. &lt;br /&gt;
Die Huette hat kein Licht, aufs Wellblechdach trommelt nachts der Regen. Toilette und Dusche sind draussen, neben Palmen und Straeuchern, unter freiem Himmel. Abends sitzen wir mit einem Savannah in der Hand vor unserer Huette und hoeren den Voegeln zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonntag geht es zurueck in Richtung Joburg, unterwegs setzen mich die anderen in Polokwane ab. Am Taxi Rank frage ich mich durch und sitze schliesslich in einem Minibus in Richtung Nelspruit. Abenteuerliche Fahrt ueber Berg und Tal, eingequestscht neben zwei uebergewichtigen Herren, einer schnarchend, der andere Bier trinkend. Er hat kein Gepaeck, nur eine Tuete voll mit Dosenbier. ich frage mich, wofuer er sich Mut antrinken muss. Oder ob er einen bestimmten Pegel haelt. Wer trinkt schon 7 Bier in 2 h?&lt;br /&gt;
Grosse Aufregung, als meine MItfahrer einen betrunkenen Fahrer vor uns auf der Strasse entdecken, der sich in Schlangenlinien seinem Ziel naehert und dabei gefaehrlich oft auf die Gegenfahrbahn geraet. Kein Wunder, dass Suedafrika traurige Rekorde in Sachen Unfallhaeufigkeit aufstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich steige um in Burgerfort, einem Ort, den es auf meiner Karte nicht einmal gibt. Am Main Taxi Rank muesse ich umsteigen, sagt man mir. Der Main Taxi Rank ist ein verlassener Parkplatz zwischen ein paar Muellhaufen, ein paar Maenner haengen hier herum, es nieselt. Ich steige um in eines von 2 Taxis die dort herumstehen. Wir warten auf mehr Passagiere - und tatsaechlich gesellt sich wenig spaeter eine Grossfamilie dazu . Es geht weiter in Richtung Nelspruit. Und natuerlich hat die Fahrtzeit, die man mir sagte, nichts mit der Realitaet zu tun. Ich fluche innerlich, weil ich denke, das kennstdu doch schon aus Indien. Nun, immerhin, hier muss man nur eine Stunde addieren, nicht 3 oder 6... Statt um 5 bin ich also gegen 7 in Nelspruit, es ist dunkel, es regnet, der Ort wirkt mehr oder minder verlassen. ich warte an der Polizeistation auf einen Fahrer vom Backpacker/Hostel, der tatsaechlich nach wenigen Minuten eintrifft. Gelobt seist du, lonely planet!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich treffe ein in einem Backpacker, in dem es alles gibt, Fruehstueck, Internet, niedrige Preise, einen Pool und eine Bar. Und nette Leute. Ich gehe ins Bett und denke darueber nach, wie einen die Angst vorm Leben abhaelt. Und darueber, dass man zuviel Fantasie haben kann. Ich liege im Bett und denke, war doch gar nicht so schwer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Gleich in den Kruegerpark, Uebernachtung im Camp dort, morgen Safari)</description>
    <dc:creator>la lune qui brille</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2011 la lune qui brille</dc:rights>
    <dc:date>2011-03-28T10:08:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://humiditystrikes.twoday.net/stories/14640510/">
    <title>leben. und so.</title>
    <link>http://humiditystrikes.twoday.net/stories/14640510/</link>
    <description>Die Nächte hier sind ruhig, begleitet vom ambitionierten Gesang der Grillen, durchbrochen, mancchmal, von den sonderbaren Schreien der hier ansässigen Vögel, merkwürdige Wesen mit ernsten Gesichtszügen, wie Totengräber oder Finanzbeamte. Ein Schrei, den man schlecht vergleichen kann, wie eine komische Mischung aus Befehl und Wehklagen. Vielleicht fressen sie Aas, vielleicht Blumen. There&apos;s no telling.&lt;br /&gt;
Ich wache auf, weil &quot;Mütze&quot; auf meiner Brust sitzt und mich aufmerksam betrachtet oder sich schnurrend und Krallen-intensiv auf meinem Hals niederlässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;the mighty Muetze&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;the mighty Muetze&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/humidityStrikes/images/Muetze-the-great.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er ist ein freundlicher, sensibler Kater, der nachts geräuschlos durch mein Fenster einsteigt, dessen liebster Schlafplatz - neben meinem Körper - das zweite Kopfkissen ist. Sein Gesicht, sein Schnurren begrüßt mich am Morgen, und manchmal seine raue Zunge an meiner Nasenspitze. Er ist ein guter Jäger, geräuschlos, schnell und geschickt, fängt Vögel, Käfer, Eidechsen mit behänder Mühelosigkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;DSCF0273&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/humidityStrikes/images/DSCF0273.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich stolpere ins Bad und stelle mir die mikroskopischen Reste toter Maus auf meiner Nase vor, während ich mir die Zähne putze und durch müde Augen und Ohren die Geschäftigkeit im Hof und in der Küche wahrnehme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß nicht, ob ich in 3 Wochen auch nur einen Tag allein gefrühstückt habe - dabei erschien mir das irgendwann einmal undenkbar, dieser soziale Overkill am Morgen. Und doch: Es ist schön, ein Haus mit rund 10 anderen zu teilen. Wenig bleibt verborgen, manchmal ist es schwierig oder anstrengend, aber es ist leben da, und etwas, zu dem man nach Hause kommt, auch oder gerade nach einem schlechten Tag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;DSCF0111&quot; width=&quot;300&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/humidityStrikes/images/DSCF0111.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt Weißbrot, wie in eigentlich jedem Land, das nicht Deutschland ist. Immer nur Weißbrot oder eines seiner verschlagenen Geschwister, die von außen vorgeben, Vollkornbrot zu sein. Kurz gesagt: Es ist eine bessere Pappe, die sich zumindest zum Auflegen von Käse eignet. Damit reicht es vorerst mit der Nörgelei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich werfe mir ein T-Shirt über und laufe zur Hauptstraße Beyers Naude, die nur einige Meter vom Haus entfernt ist. Hier gibt es eine Bushaltestelle, an der ich noch nie einen Bus habe halten sehen. Ganz allgemein ist das Bussystem in Joburg bislang noch weitgehend undurchsichtig für mich. Immer wieder, am Straßenrand, gibt es diese leicht verfallenen, blechernen Bushaltestellen, die verwaist wirken, während an vollkommen unscheinbaren Bürgersteigabschnitten auf Busse gewartet wird und es eine Art stillschweigendes Abkommen zwischen MInibus-Nutzern und -Fahrern zu geben scheint, an welchen Stellen bevorzugt Passagiere aufgesammelt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Arbeit muss ich in Richtung Stadt fahren, was man mit Hilfe des entsprechenden Handzeichens zu erkennen geben muss. Es gibt so etwas wie feste Minibusrouten, für jede von ihnen gibt es ein Handzeichen, das aus einer bestimmten Anzahl von hochgehaltenen Fingern besteht: Finger nach oben bedeutet in Richtung Stadt, nach unten in Richtung Vororte. In diesem Fall muss ich einen Finger hochhalten, was regelmäßig dazu führt, dass ich den Eindruck habe, jemanden zu ermahnen oder auszusehen, als wäre mir grade eine entscheidende Idee gekommen. Meine südafrikanische Freundin Precious jedenfalls sieht wesentlich lässiger aus, wenn sie einen Minibus anhält. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächste, wichtige Lektion bei der Minibusbenutzung ist das grundsätzliche Ausstrahlen einer gewissen Genervtheit. Es scheint sonderbar genug für den durchschnittlichen Minibusfahrer und den durchschnittlichen Passagier, dass eine Weiße das &quot;schwarze Taxi&quot; benutzt. Für noch mehr Irritation sorgt ein freundliches Lächeln oder gar eine Begrüßungsformel, besser: indifferent schauend und lässig einsteigen, rostige Schiebetür zuknallen und wortlos einen Schein nach vorne durchreichen. Für Feinde der Mathematik empfiehlt es sich nicht, vorne beim Fahrer einzusteigen, denn der Beifahrer wird stillschweigend zum Kassenwart, der Geld annehmen und Wechselgeld nach hinten durchreichen muss - eine teils verwirrende Aufgabe, die den Respekt für Ortskundige rasch ansteigen lässt, die offenbar mühelos den Überblick über die Passagiere, deren Geld und die Anzahl der Mitfahrer, für die sie bezahlen, behalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Minibusse sind oft mehr oder minder rostige Autos, die den Eindruck vermitteln, nur mehr vom Motor zusammen gehalten zu werden. Das hält den ein oder anderen Fahrer keineswegs von einer großzügigen Auslegung der Straßenverkehrordnung ab, weswegen Taxifahrten mitunter von der Polizei gestoppt werden und man häufiger einen leeren Bus, ein Polizeiauto und eine Gruppe Wartender am Straßenrand stehen sehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angekommen laufe ich an einer gigantischen Baustelle vorbei, an der Arbeiter auch in der Mittagshitze unermüdlich in der roten Erde graben. Eine kleine Reihe Shops und ein immer während qualmender Grill (Braai), dessen Rauch mir jeden Morgen aufs Neue die Tränen in die Augen treibt und ungehindert in das dahinter liegende Geschäft hereinzieht, säumen den Weg zu der Nebenstraße, in die ich einbiegen muss. Vorbei an zahlreichen Wachmännern,  die gelangweilt in der bereits um 10 einsetzenden Hitze herum stehen, kleinen Geschäften, einem Schuhputzer und einer Frittenbude geht es zum Büro.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;DSCF0240&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/humidityStrikes/images/DSCF0240.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soweto ist eine große Schwarzensiedlung, ganz in der Nähe von Joburg. Ich hielt es anfangs für &lt;i&gt;eine&lt;/i&gt; Stadt, wurde aber von meinem südafrikanischen Kollegen darüber aufgeklärt, das Soweto tatsächlich eine Abkürzung ist für South-Western-Townships. Natürlich sind die Townships Überbleibsel des Apartheidsregimes, die einzelnen Bezirke unterscheiden sich stark - manche Gegenden sind sehr arm, in anderen ist die Annahme, es handele sich um eine gefährliche Gegend , überhaupt nicht nachvollziehbar. In Orlando etwa gibt es Touristen zuhauf, die vom Mandela-Haus und anderen Sehenswürdigkeitren angezogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letzte Woche war in Joburg das Mozart-Festival, das unter anderem Musiker aus den Townships mit einbezieht. Ein Projekt, das hier vertreten war, ist das Melodi Project - ein Orchester bestehend aus Kindern und Jugendlichen aus den Townships. Bemerkenswert auch deshalb, weil Klassik traditionellerweise als Musik der Weißen gilt.  &lt;br /&gt;
Das Projekt ist auch deshalb bemerkenswert, weil die schlechte Infrastruktur der Townships mit mangelnden Angeboten für Jugendliche viele frustriert, die Mädchen sind größtenteils unbeschäftigt, die Jungs spielen Fußball und träumen von großen Sportlerkarrieren. Ein Instrument zu lernen ist außergewöhnlich, die Älteren bringen den Jüngeren das Flötespielen bei, später wechseln sie zu anderen Instrumenten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;DSCF0183&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/humidityStrikes/images/DSCF0183.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Konzert in einer kleinen Kirche in Soweto fiel mir die ausgelassene Stimmung auf, ungezwungen, standing ovations. Mütter mit kleinen Kindern, über die sich niemand aufregte , ein aufgeregt mitklatschendes, begeistertes Publikum... Ein angenehmer Kontrast zur deutschen Disziplin, Stille und allgemeinen Steifheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;DSCF0154&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/humidityStrikes/images/DSCF0154.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letzten Sonntag fuhren wir raus in einen kleinen Ort in der Nähe von Pretoria. Schon morgens trieb mir die drückende, schwüle Luft den Schweiß auf die Stirn. Über einen Feldweg voller Schlaglöcher ging es rauf auf den Berg, verwildert, grün, strahlend bunte Blumen und wohltuende Stille. Der alternative Gottesdienst war meine Sache nicht, wenn auch eine interessante Erfahrung, also schlich ich mich raus aus der runden Kuppel, raus in die Sonne, wo ich mit atemberaubendem Blick über die Berge und den Stausee im Tal die Ruhe genießen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;DSCF0316&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/humidityStrikes/images/DSCF0316.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den ganzen Tag draußen zu sein, im Gras zu liegen, reden und picknicken und dösen, Trampelpafde erkunden - merkwürdig wie die simpelsten Dinge manchmal die schönsten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;DSCF0290&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/humidityStrikes/images/DSCF0290.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später ging es mit dem Auto zum Stausee, wo sich ein kleiner Wasserfall ins Tal ergießt und sich der Fluss durch sattes Grün windet. Mein Gesicht hatte in der Zwischenzeit eine tomatenhaft-fleischige Färbung angenommen, was den Genuss, draußen zu sein und spazieren zu gehen nicht schmälerte, meine Chefin allerdings zwei tage später zu dem nüchternen Kommentar anhielt, das mit der Sonne hätte ich wohl immer noch nicht gelernt...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;DSCF0367&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/humidityStrikes/images/DSCF0367.jpg&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>la lune qui brille</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2011 la lune qui brille</dc:rights>
    <dc:date>2011-02-17T17:28:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://humiditystrikes.twoday.net/stories/14630847/">
    <title>system: error</title>
    <link>http://humiditystrikes.twoday.net/stories/14630847/</link>
    <description>Dinge, die hier nicht funktionieren - darüber musste ich die letzten Tage einige Male nachdenken.&lt;br /&gt;
Alberne Zufälle,  wie etwa die Funktionsunttätigkeit meiner Schlüssel (Bürotürschlüssel dreht im Schloss durch - bietet sich besonders an, wenn man Sonnatg nacht alleine im Büro ist und jedes Mal, wenn man rausgegangen ist, befürchten muss, nicht mehr reinzukommen), meine Zimmertür, die sich von außen öffnen und schließen lässt, von innen aber nicht mehr aufgeht, so dass man sich durch Klopfzeichen Aufmerksamkeit verschaffen muss.&lt;br /&gt;
Aber auch ganz allgemeine Dinge, wie schnell einen Liter Milch kaufen gehen, abends eine Tüte Chips besorgen. Ohne Auto von einem Ort zum anderen kommen. Ich bin hier so wenig mobil wie in meinem ganzen Leben noch nicht. Das ist einem quasi nichtexistenten Nahverkehr zu verdanken (oder zumindest habe ich den bislang nicht durchschaut), aber auch den Sicherheitsproblemen, die nicht immer offensichtlich, aber eben doch vorhanden sind. Man denkt anders, in so einer Stadt. Man verhält sich nicht anders, oder zumindest kaum, aber man denkt anders. Das äußer sich in Kleinigkeiten wie dem Verschließen der Autotüren, man fährt nicht mit offenem Fenster. Man wird ein bisschen nervös, wenn es dämmert. Dann werden die Leute auf der Straße eilig, man selbst im Büro und an der Hauptsraße stehend - unruhig. Albern irgendwie, als ob, sobald die Sonne untergegangen ist, der böse schwarze Mann aus dem Gebüsch spränge. Und doch sind die Straßen nachts wie ausgestorben, friedlich fast, in dieser samtigen Sommerluft, mit aufdringlichen Grillen und üppigem Gewächs, leisem Rauschen in den Blättern.&lt;br /&gt;
Diese gesteigerte Aufmerksamkeit, diese Umsicht der Menschen hier, ist meistens kaum wahrnehmbar. Und dann ist es umso merkwürdiger, wenn sie plötzlich artikuliert wird. Bei einem Dreh im Township etwa, wo man an einer schönen Einstellung vorbei fährt, es lieber sein lässt, weil man im Rückspiegel gesehen hat, dass einige Männer versteckt im Hof sitzen. Männer, die alle Waffen haben, wie mein Kollege sagt. Das sieht man nicht, das bekommt man nicht mit. Es steckt kein Plan dahinter, kein organisiertes Verhalten. Es geht um Gelegenheiten. Und drei Menschen mit teurem Equipment, das leichte Beute ist in so einer Nebenstraße, das ist eine Gelegenheit. &lt;br /&gt;
...und plötzlich ist es doch wieder ein Text über Sicherheit. Das ärgert mich ehrlich gesagt, denn dieses Bild, das wir haben, das ist ein Zerrbild, das nichts zu tun hat, mit den Menschen hier, mit dem Land. Es ist nur ein Teilaspekt, der aufgebauscht wird und verwandelt in ein Cliché, das plötzlich eine ganze Gesellschaft definieren soll. Das ist Unsinn. Genau so wie es Unsinn ist, seine ganze Aufmerksamkeit zu konzentrieren auf das, was passieren &lt;i&gt;könnnte&lt;/i&gt;. Die Menschen hier leben einfach, etwas umsichtiger als wir in Europa, ja, aber es ist im Grunde doch das gleiche Leben. Man trifft Freunde, man geht abends in die Stadt, trifft sich in Bars, geht essen und tanzen, man singt im Chor und besucht Konzerte. Je mehr ich sehe, desto mehr bin ich genervt von all diesem Vorurteilen, dass sich Schwarze und Weiße hier nicht mischen würden, dass sich reiche, weiße und rassistische Postkolonialisten hinter meterhohen Elektrozäunen verschanzen um sich dort von unterdrückten schwarzen Hausangestellten Champagner servieren zu lassen. Das ist nicht, was ich hier elerbe. Und es ist schade, dass man vor jeder Reise wieder auf die gleichen Dinge hereinfällt. Du kannst nicht und es geht nicht und du wirst und bist du sicher und hast du keine Angst. Memo an mich selbst: nicht mehr hinhören.</description>
    <dc:creator>la lune qui brille</dc:creator>
    <dc:subject>Sicherheit</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2011 la lune qui brille</dc:rights>
    <dc:date>2011-02-12T11:13:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://humiditystrikes.twoday.net/stories/11890155/">
    <title>Once again, with feeling</title>
    <link>http://humiditystrikes.twoday.net/stories/11890155/</link>
    <description>Sonntag, 22.30 Uhr. Ich sitze in einem von scheinbar unzähligen Warteräumen, rechts von mir dröhnen 90er Hits aus den Boxen über der Bar, wo wenig Kaffee in kleinen Bechern zu großen Preisen verkauft wird. Einige rotgesichtige Männer in den besten Jahren exen noch schnell das ein oder andere Pils und ich frage mich, wie sehr ein Flugzeug einem Luxusdampfer ähneln kann. An der Fensterscheibe perlt feuchte Luft, dahinter steht ein zweistöckiges Ungetüm, dem man das Fliegen im ersten Moment eben so wenig zutraut, wie einer Hummel. An den Assoziationen, die mich überfluten, merke ich, dass ich mehr schlafen und mehr reisen muss. Man wird ängstlich und bequem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;DSCF0086&quot; width=&quot;400&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/humidityStrikes/images/DSCF0086.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Flugzeug schreit ein Baby periodisch, von vorne knallt mir ein Sitz gegen die Knie, ich verbrenne mir die Zunge an einer verkochten Stange Spargel und ich denke: Gut, wieder unterwegs zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon morgens um 11 schwitze ich in der Jeans, erscheinen 0 Grad plötzlich unrealistisch, erscheint der Rucksackinhalt widersinnig und jeder Wollpullover wie ein Anachronismus. Ich stolpere in der Empfangshalle herum und komme vor Müdigkeit nicht dazu, mich zu erkundigen, warum genau jeder Einreisende von zurechtgemachten Damen in schicken, caramellfarbenen Kleidern einen Likör hinterher getragen bekommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Monique umarmt mich wie eine alte Bekannte, wir fahren durch die Stadt, die geschäftig ist, sandfarben, braun und grün. Ein mobiler Barbier, Zigarettenverkäufer, heruntergekommene, alte Gebäude, Wolkenkratzer. Ein bisschen, als hätte man die australische Ostküste gemischt mit einem Spritzer Kairo, einem Schluck Europa und einem Schuss Farbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Haus ist labyrinthisch, warm. Im Garten schreien Vögel. Der Kater Ginger umschmeichelt mich wie einen Strauch Katzenminze, bedeckt mich über und über mit roten Flusen. Überall sind Menschen, einige kommen, andere gehen, manche sieht man nicht. Ein paar wohnen hier für Jahre, andere nur ein paar Tage. Für alle ist Platz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Garten&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;Garten&quot; width=&quot;400&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/humidityStrikes/images/Garten.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über dem Haus liegt eine Glocke aus Frieden und Freundlichkeit und selbst ein leeres Zimmer kann zu Hause sein. Durch die geöffneten Fenster zwängt sich der rote Kater mit Eleganz, die Grillen spielen unisono. Das Tor braucht eine Fernbedienung und wenn nachts ein Auto fährt, dann horcht man.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles wirkt freundlich und friedlich und kontrastiert mit der gesichtslosen Gefahr. Wie das unbekannte Monster aus dem Kleiderschrank, kann man sie einfach nicht finden. Spazierengehen, denkt man, und weiß nicht, denn Stacheldraht und Alarmanlagen sind kein Scherz. Und trotzdem ist überall Lachen und Leben. Vielleicht bringt man Lebensfreude und Alltag nicht zusammen mit Raubüberfall und Mord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Minibus fährt ein lachender und unentwegt redender Fahrer über Stock und Stein. Wir verstehen zwar kein Wort, aber wir lachen trotzdem. Mein Mitbewohner und Beifahrer M. muss das Wechselgeld auf die Scheine herausgeben, die ihm Passagiere von hinten anreichen, was zu ständiger Verwirrung führt. Über Umwege gelangen wir zurück auf die Hauptstraße. Der Fahrer feixt - er hat die Polizeikontrollen erfolgreich umfahren. Wir passieren andere, überladene Kleinbusse, die angehalten worden sind und am Straßenrand  parken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich steige gegenüber dem riesiegen Hochhaus aus, dass mir als Orientierungspunkt dient und hänge grübelnd über meiner Straßenkarte. Die Fußgänger hier scheinen keine guten Kartenleser zu sein, aber immerhin - sie zeigen nicht in irgendeine Richtung sondern schauen genau so ratlos, wie sie sind. Die Sonne steht hoch und mir ist schwindelig, wie ich etwas ratlos durch die Straßen schlendere und nach Schildern Ausschau halte. Mir drängt sich die Frage auf, wie klug es ist, hier herum zu laufen. Ich beobachte die Studenten, die ganz in der Nähe in Richtung Universität trotten. Wahrscheinlich ist es niemandem möglich, mehr wie ein dummer Tourist auszusehen, als ich mit meiner Fragerei und den losen Straßenkarten-Kopien in den Händen. Und es passiert - überhaupt nichts. Ich gehe arbeiten, ich sitze im Büro, ich recherchiere und konferiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachmittags verdunkelt sich der Himmel und es frischt auf. Es blitzt und gießt und als ich später ratlos auf dem Parkplatz stehe, dämmert es mir, wie schwierig es ist, hier ohne Auto zu leben. Dieses Gefühl, von überaus freundlichen Menschen umgeben zu sein, von atemberaubend schöner Natur, in herrlichem Klima und doch immer das Unerwartete zu erwarten und zu fürchten, das ist skurril und nicht angenehm. So stehe ich in der Dämmerung auf einem eingezäunten Parkplatz unter Grünpflanzen und warte auf ein Taxi, weil ich nicht weiß was passiert, wenn ich bis zur Hauptstraße laufe. Wahrscheinlich passiert nichts. Genau dieses &quot;wahrscheinlich&quot; ist das Problem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir kochen und reden und diskutieren über dieses Gefühl, dass man festsitzt. Dass man nicht losgehen kann, um eine Tüte Chips zu kaufen. Zumindest nicht ohne Auto. Daran muss ich mich erst gewöhnen.</description>
    <dc:creator>la lune qui brille</dc:creator>
    <dc:subject>Johannesburg</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2011 la lune qui brille</dc:rights>
    <dc:date>2011-02-01T21:21:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://humiditystrikes.twoday.net/stories/3799221/">
    <title>Unklar</title>
    <link>http://humiditystrikes.twoday.net/stories/3799221/</link>
    <description>Ich vermute nicht, dass hierdurch irgendetwas deutlich klarer wird, nur versuche ich den fragenden Blicken beizukommen, die man mir zuwirft, wenn ich mit Ortsnamen um mich schmeiße. In Karte 1 ist die Tour vom letzten Jahr eingetragen. Karte 2 zeigt, wo ich die letzten 5 Wochen war bzw wo ich in der nächsten Woche sein werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;Karte-1&quot; width=&quot;327&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/humidityStrikes/images/Karte-1.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;india-3&quot; width=&quot;306&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/humidityStrikes/images/india-3.jpg&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>la lune qui brille</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 la lune qui brille</dc:rights>
    <dc:date>2007-06-04T05:41:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://humiditystrikes.twoday.net/stories/3789623/">
    <title>Retrospektive</title>
    <link>http://humiditystrikes.twoday.net/stories/3789623/</link>
    <description>McLeod Ganj, vor 2 Wochen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;DSCN3004&quot; width=&quot;300&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/humidityStrikes/images/DSCN3004.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem ich mich umgesehen habe, ist die Sinnkrise ueberwunden. Indien ist so - so, dass man alles anzweifelt, sich aufregt, dass sich unerklaerliche, emotionale Abgruende auftun, nur um unmittelbar von absoluter Faszination und euphorischen Ausbruechen abgeloest zu werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich besuche das tibetanische Museum und ernte scheife Blicke, weil ich weinen muss. Alles scheint so surreal. Wieder und wieder muss man sich erinnern: das passiert wirklich. Die chinesische Armee marschiert zu tausenden in ein durchweg friedliches Land ein, unterdruekct und foltert die bevoelkerung udn schaendet eine jahrtausende alte Kultur. Es passiert wirklich: tausende von Tibetanern wandern durch die schneebedeckten Gipfel des Himalayas. Viele ueberleben es nicht, andere erleiden Erfrierungen an den Extremitaeten, leiden an Hunger und Hoehenkrankheit und schaffen es doch schliesslich nach Nepal oder Indien, wo viele abgewiesen, wieder deportiert werden. Fehlende Papiere oder der Verdacht, es koenne sich um chinesische Spione handeln sind einige von vielen moeglichen Gruenden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man laeuft durch McLeods Strassen und muss sich immer wieder in Erinnerung rufen: fast alle dieser Menschen hier haben diesen Weg hinter sich, viele waren im Gefaengnis und sind gefoltert werden, viele werden ihre Familien nie wieder sehen und traeumen seit über 50 Jahren den Traum  von einem freien Tibet. Es ist ein bekannter Konflikt, umso mehr stellt sich die Frage: warum stossen solcherlei Vergehen an den Menschenrechten nicht auf mehr Gehör? Wie kann ein solcher Konflikt über so viele Jahre andauern, ohne dass sich bedeutende Veränderungen andeuten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An meinem letzten Tag in McLeod löse ich mein Versprechen ein, dass ich einem tibetanischen Mönch gegeben habe und gehe zur Monastery, um den Dalai Lama zu sehen.&lt;br /&gt;
Stundenlang warten die Menschen, geduldig, ruhig. Wir alle knien auf dem Boden des Innenhofs, ein Stockwerk ueber uns haelt der Dalai Lama eine Rede. Sam, der Australier, den ich dort treffe, hat ein Radio und wir versuchen, die englische Übersetzung der Rede zu hören, aber der Empfang ist zu schlecht. Hinter mir drängelt eine tibetanische Frau. Ich schätze sie auf um die 80 Jahre alt. Sie ist so aufgeregt, dass sie kaum still sitzen kann und ich lege einen Arm um ihre Schulter. Sie laechelt mich an. Schliesslich bewegt sich eine kleine Delegation die Treppe hinunter und wir sehen ihn: den Dalai Lama. Ernst wirkt er, nciht ganz so heiter´, wie ich ihn von Bildern in Erinnerung habe. Über der Monastery liegt ein respektvolles, ein friedliches Schweigen. Alle pressen kniend die Handflaechen aneinander, zweifelsohne fuer Frieden betend. Der Dalai Lama nickt in die Runde, lächelt, steigt in einen Jeep und ist auf und davon. Die alte Frau stützt sich an mir ab, um auf die Beine zu kommen, lächelt strahlend und humpelt an mir vorbei, zum Ausgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein letztes Mal laufe ich zum Wasserfall im benachbarten Baghsu. Das Wasser kommt aus den Bergen und ist eiskalt. Abgesehen von einem Haufen kiffender Israelis und Inder im Urlaub ist es angenehm friedlich hier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich erinnere mich an den Vortag, als ich über 3h lang den Berg hinauf geklettert bin, bis ich - krebsrot im Gesicht und mit vor Anstrengung zitternden Beinen - oben angekommen war und das Tal überblickte. Plötzlich realisieren: ich sitze im Himalaya. Wie komisch das ist, &quot;ich sitze im Himalaya. ich bin 20 Jahre alt und ich sitze allein im Himalaya.&quot;&lt;br /&gt;
Komisch, wie alles, was so fremd, so weit weg erscheint, einen begleiten, umgeben kann, ohne dass es je möglich wäre, das volle Ausmaß zu realisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;DSCN3111&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/humidityStrikes/images/DSCN3111.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abends steige ich schweren Herzens in den Bus nach Manali. Ich habe mich einmal mehr in Indiens Diversität verliebt. Die Busfahrt kommt mir vor wie eine Klassenfahrt; Weiße aller Nationalitäten tauschen ihre MP3 Player untereinander aus, kaufen Chips und Süßigkeiten und schleichen sich in den Pausen aus dem Bus, um schnell einen Joint zu rauchen.&lt;br /&gt;
Komisch, wie verbunden man sich mit Menschen fuehlen kann, die man nie zuvor gesehen hat und höchstwahrscheinlich nie wieder sehen wird. Und das alles nur, weil man gemeinsam fremd ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morgens um 5 stehen wir in einem ausgestorbenen Manali und finden uns zu Grüppchen zusammen, um Rickshaws zu teilen. Ich fahre mit einem Argentinier und einem Franzosen nach Vashisht, einem Dorf in der Naehe von Manali, dass den entscheidenden Vorteil heißer Quellen hat. Die ersten drei Tage jedoch kein Glück: es ist so kalt, dass wir nachts selbst mit Decken und Schlafsäcken erbärmlich frieren. Zwischen 30 und 50 Grad gewöhnt ist niemand auf Temperaturen um den Nullpunkt vorbereitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es regnet und regnet und eine graue Wolke folgt der nächsten. Nach 3 Tagen klärt es endlich auf und ich laufe stundenlang am Fluss entlang, nach Manali, das eher laut, etwas schmutzig und typisch indisch ist, nach Old Manali, was touristisch, hübsch und aufdränglich wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;DSCN3207&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/humidityStrikes/images/DSCN3207.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;DSCN3211&quot; width=&quot;300&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/humidityStrikes/images/DSCN3211.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zeit wird knapper und knapper und mir bleiben nur noch 2 Wochen. Alle anderen fahren nach Leh. Ich beschließe, den Rückweg nach Delhi anzutreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bus treffe ich einen sonderbaren Russen mit wildem Blick und brüllendem Lachen. Er erzählt von seinem Job und etwas vom Leben in Moskau. Das Problem, sich vom Bild des Polizisten als Freund und Helfer in diesem Land abzuwenden, hat er nicht: er ist es gewöhnt, davon zu laufen und zu bestechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18h später die altbekannten Temperaturen, Straßenlärm und Chaos und ein Gefühl, als käme man nach Hause. Indien hat mich wieder fest im Griff und ich bin unruhig. Ich weiss nicht, was es ist, das mich hält. Ich muss wieder und wieder hierher kommen. Und alles scheint mir so vertraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;DSCN3217&quot; width=&quot;300&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/humidityStrikes/images/DSCN3217.jpg&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>la lune qui brille</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 la lune qui brille</dc:rights>
    <dc:date>2007-06-01T07:12:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://humiditystrikes.twoday.net/stories/3772860/">
    <title>Back to basics</title>
    <link>http://humiditystrikes.twoday.net/stories/3772860/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;DSCN2980&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/humidityStrikes/images/DSCN2980.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Shimla)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem gerade ein langer Absatz ueber die letzten Tage wegen einer unbeabsichtigeten Tastenkombination verschwunden ist und mir ausserdem seit ueber einer Stunde eine Australierin ueber Skype ihre totlangweiligen Privatgespraeche ins Ohr bruellt, die ich nicht einmal mit der vollen Lautstaerke meines MP3Players uebertoenen kann, ist meine Motivation bis aufs Weiterte mal wieder terminiert. ich versuchs mal mit ein paar Bildern...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;DSCN2996&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/humidityStrikes/images/DSCN2996.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strasse in McLeod&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;DSCN3018&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/humidityStrikes/images/DSCN3018.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blick Richtung Baghsu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;DSCN3081&quot; width=&quot;300&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/humidityStrikes/images/DSCN3081.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sadhus (holy men) am Dal Lake, dem heiligen (wenn auch einzementierten) See&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;DSCN3113&quot; width=&quot;300&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/humidityStrikes/images/DSCN3113.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;DSCN3121&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/humidityStrikes/images/DSCN3121.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wassserfalltal, Baghsu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;DSCN3129&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/humidityStrikes/images/DSCN3129.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(...)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;DSCN3162&quot; width=&quot;300&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/humidityStrikes/images/DSCN3162.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wasserfall&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;DSCN3167&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/humidityStrikes/images/DSCN3167.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sam und ein bekiffter Inder, der versucht, ihm einen Kartentrick zu zeigen und 45min lang klaeglich scheitert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;DSCN3172&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/humidityStrikes/images/DSCN3172.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fluss in Manali, Augustin aus Argentinien, Nicolas aus Frankreich</description>
    <dc:creator>la lune qui brille</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 la lune qui brille</dc:rights>
    <dc:date>2007-05-27T10:24:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://humiditystrikes.twoday.net/stories/3731914/">
    <title>Etappe No. 9</title>
    <link>http://humiditystrikes.twoday.net/stories/3731914/</link>
    <description>Kleine Sinnkrise nach Ankunft in Dharamsala. Zwar laechelt der Dalai Lama gnaedig und verschmitzt von Plakaten und ich bin unmittelbar in alle Tibetaner verknallt (schon vom Taxi aus bleibt mir die Spucke weg, soviel Anmut, so feine Gesichtszuege), aber der Zustand meiner Toilette laesst weniger auf Green Hotel als auf Brown Hotel schliessen. Waehrend mir der nicht vorhandene Mageninhalt hochkommt, renne ich wuergend aus dem Zimmer und versuche nicht zu ueberlegen, welcher Natur wohl all die lockigen schwazen Haare auf dem Badezimmerboden sein moegen. Die Luftfeuchtigkeit und Enge einer 11stuendigen Busfahrt scheint mir jedesmal aufs Neue zu entgleiten, bis zum naechsten Mal.&lt;br /&gt;
Dann die Fragen, warum mache ich das eigentlich? Bin ich uebergeschnappt? Ich koennte jetzt Kiba im Habanero schluerfen und im See herumpaddeln, nur 20 % meiner Umgebung misstrauen und es mir gemuetlich machen. Fragen, die nicht immer zu beantworten sind. &lt;br /&gt;
Aber vielleicht morgen wieder.</description>
    <dc:creator>la lune qui brille</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 la lune qui brille</dc:rights>
    <dc:date>2007-05-15T14:17:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://humiditystrikes.twoday.net/stories/3725956/">
    <title>Auf dem Weg der Erleuchtung</title>
    <link>http://humiditystrikes.twoday.net/stories/3725956/</link>
    <description>Nachts, Old Delhi trainstation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tausende und Abertausende von Menschen wuseln in einem unuebersichtlichen Wust durch ein Labyrinth aus Bahnsteigen, Anzeigetafeln und Safthaendlern. Oralen Exkrementen ausweichend, die von allen Seiten auf den betonierten Boden klatschen, bahne ich mir meinen Weg durch die Massen. Eine dreiviertel Stunde verbringe ich damit, mein Abteil zu suchen, da mir zahlreiche Menschen, eager to help, den Weg in unterschiedliche Richtungen weisen. 10min vor Abfahrt bin scheissueberstroemt etwas nervoes geworden, waehrend mir ein Inder im falschen Abteil den Weg verstellt, auf Hindi auf mich einredet und ohne ein Wort Englisch ueberzeugt ist, mir helfen zu koennen. Nach mehrern Rugby verwandten Ausweichversuchen, die von seinem kugelrunden Bauch abgefedert werden, sehe ich keinen Ausweg als ihn beiseite zu stossen und aus dem Zug zu springen um zum naechsten Abteil zu sprinten. Schliesslich und endlich komme ich an und sehe mich mit dem amuesierten Kommentar eines mitreisenden Oesterreichers konfrontiert, ich sehe aus, als kaeme ich gerade von einer Wuestensafari.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7 Uhr morgens, Haridwar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Oesterreicher, Walter, und ich verlassen den Bahnhof und befinden uns unmittelbar im Auge eines Sandsturms, der nahestehende Baeume entwurzelt und mir die Traenen in die Augen treibt. Wir fleuchten in ein kleines Restaurant und beobachten fasziniert, wie sich der Himmel verdunkelt als sei es finstere nacht und ein unbarmherziges Gewitter sie Strassen peitscht. Die Inder amuesieren sich koestlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Desorientiert schlurfen wir durch anhaltenden Nieselregen, werden ziemlich nass und muessen uns schliesslich eingestehen, dass wir exakt in die falsche Richtung gelaufen sind. 20min und akute Rueckenschmerzen spaeter finden wir ein Hotel, dann noch eins und noch ein drittes. Nichts reisst uns vom Hocker, die Preise sind horrend und Haridwar scheint ausser dem Ursprung des ganges nicht viel zu bieten zu haben. Wir fahren nach Rishikesh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca 10 Uhr, Rishikesh&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein schoener und wesentlich freundlicherer Ort. Steile Strassen, Berghaenge, der Ganges, unzaehlbare Sadhus und eine Menge Affen (und sonderbar anmutende Touristen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir schlendern durch die Strassen, lassen uns anbetteln.&lt;br /&gt;
Nachts wache ich auf, weil ich solche Bauchschmerzen habe. Mir ist kotzuebel, ich kann vor Kraempfen kaum stehen. Den naechsten Tag verbringe ich lesend udn schlafend.&lt;br /&gt;
Womit beschaeftigt man sich in Rishikesh? Yoga, Meditationskurse und Gras, wie mir scheint. Wir fahren weiter und nehmen in Dehra Dun Abschied.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich fahre nach Chandigarh und werde von den Menschen im  Bus auf angenehme Art und Weise ignoriert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chandigarh, ca 18.00Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt ueberzeugt mich nicht. Die Hotelzimmer sind eine Katastrophe, dreckig, heruntergekommen, unpersoenlich, teuer. Ich fahre weiter nach Shimla.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Shimla, ca 22.45Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaum ausgestiegen bestuermt mich eine Horde wildgewordener Traeger, die mein Gepaeck die steilen Strassen hinauf befoerden wollen, zum Hotel. Ich wehre ab und schnaufe allein und fluchend moerderische Haenge hinauf. Angeregt die Karte studierend hoffe ich nur, bald das Hotel zu finden. Ich habe seit mehr als 12h nichts gegessen, bin eben so lang Bus gefahren und sehne mich nach einem warmen Bett, denn hier ist es empfindlich kuehl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich und mein Lonely Planet laufen also durch die Strassen, wo mich ploetzlich zwei dort herumlungernde Polizisten anhalten, meinen Namen wissen wollen, meinen Pass sehen wollen etc etc. Der Dicke, der offensichtlich der Chef ist, starrt etwa eine halbe Stunde in meinen Pass, spricht kein Wort englisch, laesst mich aber nicht gehen. Er behauptet, das sei kein Pass, er wolle ID sehen, baut sich ungefaehr 10cm vor mir auf und geniesst sich offensichtlich sehr in der Rolle. Der andere lacht nur amuesiert. Meine wiederholten Fragen, was das alles solle, finden kein Gehoer. Meinen Pass haelt der Dicke fest wie einen Goldbarren und ich schlucke die aufkommenden Traenen und bleibe tiefdurchatmend sitzen. Alle, die vorbei kommen, beeilen sich, weiterzukommen und behaupten einhellig, sie spraechen kein Englisch. Der Dicke amuesiert sich praechtig, ich rufe meine Mutter fuer emotionale Unterstuetzung an. Mehr Polizisten tauchen auf und stehen ebenso bescheuert herum ohen irgendetwas zu tun, lassen mich aber auch nciht gehen. Sukhesh ruft an belabert die Bullen, ich sei seine Frau und sie sollten mich gehen lassen etc etc. Die Polizisten behaupten, ich wuesst den Namen meinen Hotels nicht, waehrend ich Ihnen den Namen ins Gesicht schreie, ich sei verdaechtig und das muesste untersucht werden und koennte kosten. Sie lassen mich nciht gehen mit der Begruendung, es sei nach 23.30 und da duerfte ich nicht emhr allein herumlaufen. Eine  weitere halbe Stunde vergeht. Weieer darf ich nciht gehen, angeblich weil eine weibliche Kollegin herbeigeholt werden muss, die mich zum Hotel begleiten soll. Noch eine halbe Stunde spaeter kommen zwei weitere Polizisten, ein Mann und eine Frau im Jogginganzug, die ebenfalls kein nglkisch sprechen, ebnfalls dumm rumstehene und ich darf immernoch nicht gehen. Am Ende laeuft nur der Dicke mit mir durch die Gassen, (nicht ohne unterwegs nach meiner Hand zu grapschen und mir im Gesicht herumzufummeln) verlaeuft sich merhmals und bringt mich aus unerfindlichen Gruenden zum Polizeirevier, wo ein freundlicher Officer undgestoert telefoniert und ich eine weitere Viertelstunde herumsitze bis er mich fragt, was denn mein Problem sei und warum ich mir nicht ein Hotel suchte und mich dann mit einer Hoteladresse allein losschickt.&lt;br /&gt;
Es ist kurz vor eins, als ich mich durch menschenleere Strassen schleppe. Alles ist selbstverstaendlich geschlossen. nach 5min ist der Dicke wieder da und haemmert an Hoteltueren. ich bekomme ein Zimmer fuer 20Euro die Nacht, vielzuviel fuer mein Budget, aber nicht den Namen des Polizisten. Die Botschaft ist informiert und alle atmen auf, als ich sicher in meinem Zimmer angekommen bin. Eva nennt die indische Polizei potentille Vergewaltiger und mich ein Opfer von Willkuer und Langeweile.&lt;br /&gt;
Am naechsten Tag bekniet mich alles, zurueck nach Delhi zu fahren, aber ich will nicht. Wenn ich jetzt Angst habe und das zulasse, werde ich immer Angst haben. ich bleibe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachmittags entdecke ich, wie schoen die Stadt ist, finde das Hotel, in das ich urspruenglich wollte, bestaune die Massen an indischen Touristen, die Zuckerwatte essen und durch die Strassen schlendern. Die Haenge sind so steil, es scheint immer und ausschliesslich bergauf zu gehen, bei jedem Schritt sticht das Herz schmerzhaft. Ich wandere ca 15km mit einem netten Englaender, bestaune das dekandete Regierungsgebaeude, dass die Briten hier erbaut haben und fuehle mich wohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am naechsten Tag werde ich beim Kaffee trinken von einem Astrologen, Yogalehrer, Meditationslehrer (...) angesprochen, der aus meiner Hand die Doppelvenus ersieht, meine Aura bewundert und von mir als einem vollkommenen Wesen mit unterdruecktem Selbst spricht, dass sich unnoetig selbstkasteit und niedermacht, obwohl es unglaublich stark ist. Er entschuldigt sich fuer die Unterbrechung meiner Lektuere, aber sein Gott habe ihne beauftragt mit mir zu sprechen und es sei wichtig. Wir treffen uns nachmittags erneut und er erlaeutert mir, dass er meine Spannungen aufloesen will und den Energiefluss zwischen mind und heart wieder herstellen will. Ich sei zu 80% positiv und zu 20 % negativ, aber der negative Teil sei so stark, dass er den anderen unterdruecke.&lt;br /&gt;
Bei einem weiteren Gespraech am Abend werde ich ploetzlich ungemein wuetend, seziere ihn verbal und aergere mich masslos ueber die Wiederholungen von Phrasen, die ich schon in seinem Touristenbuch gelesen habe, Dinge die er schon anderen Mnschen im exakt gleichen Wortlaut erzaehlt hat und die diese dankbar wiedergeben. Er scheint das alles, trotz seiner sagenhaften Verbindung mit mir, nicht zu kapieren und wirkt hilflos, und das obwohl er mir selbst noch sagte, mein Gedaechtnis sei fotografisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun bin ich immer noch in Shimla und bin unsicher, was ich als naechstes mit mir anfangen will. Dharamsala. Vielleicht.</description>
    <dc:creator>la lune qui brille</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 la lune qui brille</dc:rights>
    <dc:date>2007-05-14T06:53:00Z</dc:date>
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    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;nora-0011&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/humidityStrikes/images/nora-0011.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
03.05.07&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei mehr als 45 Grad schleife ich mich und meine ca 12kg Gepäck durch Pushkars Gassen. Eine unbarmherzige Sonne brennt vom Himmel, die Straßen sind beinahe menschenleer. Ich bin der einzige Gast in dem Hotel, in dem ich ein karges Zimmer beziehe - nur glücklich keinen Schritt mehr tun zu müssen. &lt;br /&gt;
Am nächsten Tag bliebe ich 4h lang in einem Restaurant kleben. Ab 11 steigen die Temperaturen kontinuuierlich, ab 1 kann man keinen Schritt mehr ins Freie wagen. Nicht einmal die sonst so aufdringlichen Priester versuchen, eine Spende zu erpressen. &lt;br /&gt;
Der Besitzer meines Hotels, gesprächig und freundlich, eröffnet mir, dass er und seine Söhne morgen nach Rishikesh fahren werden, weil es dort nicht so heiß ist.&lt;br /&gt;
Mir fehlen die Worte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
05.05.07&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich gebe auf.&lt;br /&gt;
Im Bus nach Jaipur, wartend auf die Abfahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während ein Rajasthani in einem bemerkenswerten Singsang die Vorteile eines manuellem Limettenentsafters demonstriert, läuft mir der Schweiß in die Augen. Um zehn war ich durch Pushkars Straßen getrottet, nachdem mir ein Kellner nach eingängigen Fragen nach meinem potentiellen husband beim Händeschütteln fast die Hand gebrochen hat.&lt;br /&gt;
Der Bus nach Ajmer ist zum Bersten voll und wie immer ergattere ich einen Platz neben dem Fahrer - und somit halb auf dem Motor.&lt;br /&gt;
Während meine Zehen braten und ich mein brennendes Gesicht ignoriere, schlängelt sich der Bus durch serpentinenreiche, leidlich asphaltierte Straßen. Gerade als ich über Busunfälle nachdenke, die sich hier - so meine ich gehört zu haben - desöfteren ereignen, taucht ein verbeultes, leeres Exemplar hinter der nächsten Kurve auf, das gerade von einem Traktor abgeschleppt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Ajmer ankommend betrachte ich meine inzwischen sonderbar stechenden Zehen, die, feuerrot, an australisches Steack erinnern: halb gar.&lt;br /&gt;
Die Inder nehmen alles - wie immer - mit Gleichmut. ich bemühe mich, mich anzupassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;28-04-7-05-038&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/humidityStrikes/images/28-04-7-05-038.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vorbeigehen freue ich mich über das zerfurchte, dunkle Gesicht eines Rajasthanis. Ich kann nie schätzen, wie alt diese Menschen eigentlich sind. Jeder Ausdruck von Emotion hat sich in sein Gesicht eingegraben. Ich mag den Gedanken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer halben Stunde Busfahrt Richtung Jaipur gibt der Motor den Geist auf. Wir stehen irgendwo im nirgendwo in der flirrenden Mittagshitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;nora-004&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/humidityStrikes/images/nora-004.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4h später, Jaipur.&lt;br /&gt;
Ich laufe durch einen leichten Nieselregen, Seitenstraßen. Während ich fotografiere attackiert mich eine Hündin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
06.05.07&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;28-04-7-05-069&quot; width=&quot;300&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/humidityStrikes/images/28-04-7-05-069.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;28-04-7-05-080&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/humidityStrikes/images/28-04-7-05-080.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;28-04-7-05-075&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/humidityStrikes/images/28-04-7-05-075.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Citypalace. Gewänder des Maharajhas, Teppiche, Waffen. Waffen in allen Variationen, fein verzierte Dolchgriffe aus Jade in den ehemaligen Gemächern der Rani. Lärmende indische Touristengruppen, deutsche Touristen. Ein ca 60jähriger Deutscher in einem Harry Potter T-Shirt. Ich flüchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2h später, Jantar Mantar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;nora-0051&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/humidityStrikes/images/nora-0051.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bizarre astronomische Gerätschaften in einer parkartigen Anlage. Ich werde von guides verfolgt und sprinte eines dieser Gebilde hinauf. Von oben betrachtet wirken die Sonnenuhren noch sonderbarer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6h später&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich treffe zwei Engländerinnen und einen Franzosen. Wir fahren zum Monkey Temple, wo sich eine Horde Affen um unsere Erdnüsse balgt. Lucky, unser Fahrer, singt und tanzt - soweit im Sitzen möglich - zu Shakira, die aus den Rickshawboxen dröhnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;28-04-7-05-077&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/humidityStrikes/images/28-04-7-05-077.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;28-04-7-05-070&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/humidityStrikes/images/28-04-7-05-070.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir betrachten den Sonnenuntergang über dem Armenviertel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
07.05.07&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;28-04-7-05-100&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/humidityStrikes/images/28-04-7-05-100.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;28-04-7-05-103&quot; width=&quot;300&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/humidityStrikes/images/28-04-7-05-103.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;28-04-7-05-105&quot; width=&quot;300&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/humidityStrikes/images/28-04-7-05-105.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Franzose und ich fahren zum Amber Fort.&lt;br /&gt;
Nach einem schweisstreibenden Aufstieg die Belohnung: ein Blick über die weite Landschaft. Das Fort ist niemals eingenommen worden - aus gutem Grund. Der ehemalige Palastgraben ist fast ausgetrocknet, zahlreiche Elefanten laufen gemächlich durch die Anlage. Die reichverzierten Mauern lassen Bilder entstehen, wie es hier einmal ausgesehen haben könnte. Kunstvolle Wandmalereien und labyrinthische Gänge winden sich durch das Fort. Kleine Balkone geben den Blick über die Berge und umliegende Gebäude frei. Die Wände sind mit ungeschickten Kritzeleien übersät, Herzen umrahmen die Namen von Päarchen auf uralten Wänden, von denen der Putz bröckelt. Ich bin entsetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;28-04-7-05-108&quot; width=&quot;300&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/humidityStrikes/images/28-04-7-05-108.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;28-04-7-05-116&quot; width=&quot;300&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/humidityStrikes/images/28-04-7-05-116.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;28-04-7-05-117&quot; width=&quot;300&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/humidityStrikes/images/28-04-7-05-117.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;28-04-7-05-119&quot; width=&quot;300&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/humidityStrikes/images/28-04-7-05-119.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ca 4h später sitze ich in einem Bus nach Delhi und werde mehrfach belästigt, bis ich meinen Nebenmann anschreie, der es an seiner Station sehr eilig hat auszusteigen und seine Reisetasche vergisst. Ca 6h später stehe ich an der Autobahn, ein Stückchen außerhalb der Stadt. Ca 20 Rickshawfahrer scharen sich um mich, aber antworten nicht auf meine Anfragen, reagieren nicht, schauen nur. Das Prepaid Office behauptet, es seien keine Taxis available. Ein Rickshawfahrer fragt mich, was mein Problem sei, warum ich mich so aufrege. Endlich findet sich ein Dummer, der bereit ist mich zu fahren, aber alle paar Sekunden anhält, um einen anderen zu überreden, womit er kein Glück hat. Wir irren durch die Straßen, der Fahrer spricht kein Wort Englisch und redet auf Hindi eindringlich auf mich ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schöne an Indien : man kommt immer an. Irgendwann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(heute nacht nach Haridwar)</description>
    <dc:creator>la lune qui brille</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 la lune qui brille</dc:rights>
    <dc:date>2007-05-08T07:10:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://humiditystrikes.twoday.net/stories/3685195/">
    <title>Pushkar</title>
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    <description>Die erste AC-Erkaeltung bricht durch. Die Inder fahren in die Berge. Unertraegliche Hitze.</description>
    <dc:creator>la lune qui brille</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 la lune qui brille</dc:rights>
    <dc:date>2007-05-03T14:41:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://humiditystrikes.twoday.net/stories/3675116/">
    <title>Göttliche Zeichen</title>
    <link>http://humiditystrikes.twoday.net/stories/3675116/</link>
    <description>Gestern abend ist mein Pushkararmbändchen gerissen.&lt;br /&gt;
Letztes Jahr sagte mir der Priester, ich würde mit meinem Mann wiederkommen.&lt;br /&gt;
Das macht mir jetzt irgendwie Angst.</description>
    <dc:creator>la lune qui brille</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 la lune qui brille</dc:rights>
    <dc:date>2007-05-01T06:37:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://humiditystrikes.twoday.net/stories/3671463/">
    <title>Delhi, Tag 1.2</title>
    <link>http://humiditystrikes.twoday.net/stories/3671463/</link>
    <description>In Frankfurt war noch alles gut; wir waren zwar im falschen Terminal und die Airlines konnten sich nicht recht einigen, zu welchem Schalter ich denn nun eigentlich gehen müsste und nach ewigem Rumgeirre ging mir das irgendwann tierisch auf die Nerven, aber irgendwie klappte eben doch alles. Lufthansa dann hatte aus irgendeinem Grund nicht vermerkt, dass ich Vegetarier bin, und somit musste ich mich mit einem dieser trockenen Flugzeugbrötchen und ein paar Salatschnipseln zufrieden geben. Den späteren Snack verschlief ich. Spätestens in Katar hatte ich wahnsinnigen Hunger, aber auch dort war nichts zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich stolpere müde durch glitzernde Dutyfreegeschäfte, schwarze Augen folgen mir auf Schritt und Tritt. Wie in Indien überwiegen männliche Reisende die weiblichen bei Weitem. Ich beobachte Paare: Männer in Hawaiihemden und Baggyhosen, Sonnebrillen und Gelfrisuren, neben ihnen Frauen, die sich als Gerspenster verkleiden. Schwarze Gewänder, die bis zum Fußboden reichen, unförmig, fast schwebend, jegliche Kontur verschleiert. Aus schmalen Sehschlitzen blicken mir riesige schwarze Augen entgegen, die sich gleich wieder zu Boden richten. Ich weiß unverzüglich, dass die arabischen Emirate, Saudiarabien und Katar von der allein-zu-bereisende-Länder-Liste gestrichen sind. Draußen sieht man fast nichts als Wüste, Staub und die Farbe gelb. Vereinzelt eine Palme. Auf dem Flughafen ist das Fotografieren verboten. Ich frage mich, warum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem ich in den 5,5h in Doha beinahe, der Klimaanlage sei Dank, erfroren bin und mich ausreichend darüber geärgert hatte, dass man ohne Katarwährung bzw US Dollar nicht mal einen Kaffee bekam, dafür aber auch kein einziger Geldautomat funktionierte, ging es gegen halb zwölf endlich nach Delhi. Ich schlief sofort ein und erwachte exakt in dem Moment, als gerade alle anderen ihr Essen bekommen hatten und fröhlich vor sich hin schmatzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wir dann endlich landen, ist mir doch etwas wackelig zu Mute. Warum genau man einen Zettel mit allerlei persönlichen Daten ausfüllen muss, wenn man nach Indien einreist, obwohl diesen eigentlich niemand irgendwie zu beachten scheint, ist mir - genau wie beim letzten Mal - irgendwie unklar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine halbe Stunde lang bin ich fest überzeugt, dass mein Rucksack verloren gegangen ist -bis dieser auf dem Förderband vor mir auftaucht. Ich kaufe einen Kaffee und indische Zigaretten. Der Verkäufer drückt mir eine kleine Rolle Pfefferminzbonbons in die Hand. Als ich ihn daraufhin fragend ansehe, zuckt er nur die Achseln und sagt, er habe &quot;no change&quot;. Wäre ich nicht so müde, würde ich wesentlich lauter lachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaum bin ich draußen, schon werde ich von Taxifahrern belagert. Ich lasse mir Zeit, trinke Kaffee und freue mich über angenehmes Klima. Leider wird es nicht so bleiben, denn bedauerlicherweise ist es 6Uhr morgens. Wie immer gilt die Fahrer-Faustregel, wer mir sympathisch ist, versucht mich abzuzocken. So ist es dann auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Eva angekommen gibt es Kaffee, wenn ich aufstehe, wird mir schwarz vor Augen. Draußen klingelts, hupts, schreits und lärmts und vorallem: stinkts wie eh und je. Gegen 12 ist die 40 Grad Marke erreicht, das Thermometer klettert bis auf 43 Grad. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine halbe Stunde Lajpat Nagar und wir fühlen uns, als hätten wir die Welt zu Fuß umrundet. Als bewegt sich verlangsamt, die Luft brennt beinahe auf der Haut und verwandelt mich in den Stereotypen des rotgesichtigen Europäers.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abends sehen wir ein indisches Theaterstück. Die Klimaanlage bestätigt eine beginnende Erkältung. Der ständige Wechsel drinnen-draußen, 40Grad-10 Grad lässt mich mich erneut wundern, warum hier nicht ständig alle krank sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine traditionelle Alte wirft uns böse Blicke zu, weil wir rauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Hause angekommen kann ich bis halb vier nicht einschlafen. Die Wohung ist stickig und heiß und die Ventilatoren bewirken nichts als die minimale Zirkulation heißer Luft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin immer noch nicht aufgeregt. Es ist wie nach Hause kommen.</description>
    <dc:creator>la lune qui brille</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 la lune qui brille</dc:rights>
    <dc:date>2007-04-30T06:43:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://humiditystrikes.twoday.net/stories/3098378/">
    <title>Abschied</title>
    <link>http://humiditystrikes.twoday.net/stories/3098378/</link>
    <description>&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3 vor 12. ich sitze und rauche die guten, indischen Zigaretten, die weder Teer - noch Nikotinwerte angeben. In 4,5h geht es zum Flughafen und ich weiss noch nicht, ob sich schlafen lohnt. Es ist schwierig, in vollem Masse zu realisieren, dass 5 Monate vergangen sind, dass es heute Nacht zurueck geht. Genauer gesagt: es ist voellig unmoeglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Tagen ist mein Kopf ganz ver-rueckt, so viele Eindruecke sind auf mich eingeprasselt und es war so wenig Zeit und Platz zur Verarbeitung, dass ich erahne, dass mich das alles erst in Deutschland einholen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich war zwei Wochen in Delhi. Dann einen Monat in Bhopal. Dann 10 Tage unterwegs ueber Agra, Delhi, Ajmer, Pushkar, Indore. Wieder ein Monat Bhopal. Dann 2 Monate unterwegs. Mumbai. Anjuna. Palolem. Panjim. Hampi. Bangalore. Mysore. Kochi. Trivandrum. Kovalam. Pondicherry. Auroville. Chennai. So viele Eindruecke, soviele Gesichter. Soviel Elend. Soviel Laerm. Soviel Schmutz. Soviel Reichtum. Soviel Vielfalt. Dann wieder: Bhopal. Die Leute dort. Die Angestellten. Der Ort selbst. Und natuerlich &quot;meine&quot; ~ 140 Kinder, die mich auf die Plame brachten, manchmal beinahe zum Heulen, oefter zum Lachen, die mich verfolgt haben, wohin auch immer ich ging und mit denen und ohne die ich in Indien oft so schlecht sei  konnte. Man fragt sich, was richtig, was falsch ist, und ob es das gibt. Was wirkliche Ungerechtigkeit, was wirkliche Armut bedeutet und woher &quot;wir&quot; unsere Arroganz nehmen, zu urteilen, was besser oder schlechter ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umso mehr Zeit man in diesem Land verbringt, umso weniger scheint man zu verstehen. Zurueckdenkend wird mir trotz allem schwindelig, die Menge an dem bedenkend, was ich hier gelernt, erfahren habe. So fern scheint der Gedanke und somit auch der Tag meiner Anreise. Die Wahnsinnigkeit so ohne irgendetwas zu wissen in dieses unglaubliche Land zu reisen. Und doch wuerde ich es jederzeit wieder genau so machen. Ohne Vorbereitung, ohne Planung, ohne Erwartung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sagt, es gaebe nur zwei Arten von Menschen: die, die Indien lieben, und die, die es hassen. Da ich bereits daran denke, zurueck zu kommen, nehme ich an, ich gehoere nicht ausdruecklich zur ersten Kategorie.&lt;br /&gt;

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    <dc:creator>la lune qui brille</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 la lune qui brille</dc:rights>
    <dc:date>2006-12-22T18:09:00Z</dc:date>
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